Offener Brief an Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig

Umdenken bei Stadtumbau Ost 

erfreulicherweise hat die seit einiger Zeit bundesweit spürbare Tendenz zur Kehrtwende beim Stadtumbau Ost nun offenbar zu greifbaren politischen Ergebnissen geführt. Nach Auskunft des Bundesbauministeriums gibt es seit dieser Woche eine grundsätzliche Einigung zwischen Bund und Ländern zur Städtebauförderung 2008, nach welcher der Abriss von Altbauten bis Baujahr 1918 sowie der Abriss sämtlicher denkmalgeschützter Gebäude zukünftig nicht mehr gefördert werden soll.
Diese Verlautbarung ist ein Erfolg für unsere Baukultur und nicht zuletzt der Arbeit der einzelnen Stadtforen in Leipzig, Freiberg und Chemnitz, den Bürgerinitiativen in vielen ostdeutschen Städten, dem Landesverband Haus & Grund Sachsen e.V., den regionalen und überregionalen Printmedien, wobei hier besonders die Welt zu nennen ist, zu verdanken.
 

Nun gilt es, bis zur konkreten Umsetzung der Vereinbarung für unmittelbar vom Abriss bedrohte Gebäude in Chemnitz, d.h. Gebäude, für die es schon einen laufenden Abriss- und Förderantrag gibt, eine Gnadenfrist einzuräumen. Auf Grund der wirtschaftlichen Interessenlage ist hier ein Abrissrausch in letzter Minute zu befürchten, den es zu verhindern gilt, nicht zuletzt mit Ihrem politischen Einfluss.
 

Wir möchten Sie daher im Namen des Stadtforum Chemnitz bitten, den Prozess zu begleiten und ggf. zu beeinflussen, um weitere Auswirkungen des ad absurdum geführten Städtebaus, wie er beispielsweise im  Bereich des Sonnenberges Dresdner Strasse / Palmstrasse bereits auf fatale Weise sichtbar wird, zu verhindern.

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Ein Kommentar zu Offener Brief an Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig

  1. Sandro Schmalfuß sagt:

    Ich glaube das interessiert sie gar nicht. Wir weredn sehen, die Abrisswelle geht weiter.

    Ich arbeite seit einigen Wochen an einem Internetprojekt zu Chemnitz´s Baudenkmälern.

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