Erbärmlicher Zustand des Bahnhof Mitte

Bahnhof Mitte

Anfrage des Stadtforums Chemnitz durch Herrn Rehn an Frau Mössinger:

Kunstsammlungen Chemnitz

Direktorin

Frau I. Mössinger

Sehr geehrte Frau Mössinger,

schon sehr lange, eigentlich seit Eröffnung des „Gunzenhauser“, bemerken die Bürger und Gäste der Stadt den offensichtlichen Widerspruch zwischen

dem einzigartigen neu genutzten Gebäude und dem etwa 300m davon entfernten Jugendstilgebäude des Bahnhofs Chemnitz-Mitte, das der Deutschen Bahn gehört.

Der Zustand ist unter aller Würde und die Leute ekeln sich eigentlich, da durch zu gehen, da er auch als Toilette benutzt wird.

Abgesehen davon, dass das äußerlich immer noch schöne Gebäude des alten Nikolai-Bahnhofes wohl dem Verfall entgegengeht, was schon eine Sünde an sich wäre,

ist hier dringend eine Verbesserung des Zustandes geboten. Auch ein neuer Nutzer des gebäudes wäre sehr gut.

Es darf angenommen werden, dass auch Personen diesen Bahnhof benutzen, die das „Gunzenhauser“ besuchen.

Für diese stellt dieser Bahnhof den negativen Höhepunkt aller Kunstbetrachtung dar, der sich Ihnen in den Kunstsammlungen offenbart.

Wenn von Kultur die Rede ist, fängt diese bei solchen Objekten an, ansonsten werden wir unglaubwürdig.

Ich, bzw. das Stadtforum Chemnitz bitten Sie, Ihren Einfluss geltend zu machen bei der Stadtverwaltung, damit diese Weiteres veranlassen kann.

mit freundlichen Grüßen

Stadtforum Chemnitz

i.A. Gert Rehn

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4 Kommentare zu Erbärmlicher Zustand des Bahnhof Mitte

  1. D. Meier sagt:

    Sehr geehrte Frau Rehn,

    bevor Sie, wie in Deutschland üblich versuchen der Deutschen Bahn die Schuld in die Schuhe zu schieben, sollten Sie sich vorher gründlicher informieren.
    Das Empfangsgebäude Chemnitz-Mitte ist bereits vor Jahren an einen Investorengruppe veräußert worden welche sich mit nichten um dieses kümmert.
    Die DB AG hält lediglich noch ein Durchgnagsrecht inne, bzw. unterhält Gleisanlagen und Bahnsteige.
    Also bitte ich Sie die miserable Arbeit dieses Unternehmens in Kritik zu stellen.
    MfG

  2. Rentier sagt:

    Sehr geehrter Herr Meier,

    Wir stehen hier vor einem Problem, das deutschlandweit für Empörung sorgt, nämlich der Verkauf „unrentabler“ Bahnhofsgebäude durch die DB AG.
    Man fragt sich, was die Käufer mit der Verwahrlosung bezwecken, dienen sie als Abschreibungsobjekte. Es geht auch um die Sauberhaltung im Gebäude selbst.

    Die sogenannte Privatisierung der Bahn wird noch weitere „Blüten“ treiben im interesse des Profits. Aber die Menschen müssen mit Streckenstilllegungen und solchen Bahnhöfen leben. Wir brauchen keine milliardenteuren Bahnhöfe. Es gab einmal eine Zeit, wo Fahrgäste bei minus 18°C
    in geheizten Warteräumen sitzen konnten. Das ist vorbei.

    Wenn Sie die Eigentümer der Chemnitzer Bahnhöfe nennen, kann die Kritik dort hingehen, aber die DB trifft die Gesamtschuld. Denn alle Anlagen der Bahn sind einst von den Steuern der Menschen zum Nutzen der Menschen gebaut worden. mfG

    PS: Inzwischen sind uns auch die jetzigen Eigentümer bekannt.

    http://www.allianz-pro-schiene.de/
    http://www.pro-bahn.de/disk/index.html
    http://www.focus.de/finanzen/news/deutsche-bahn_aid_124799.html

  3. K. Lehmann sagt:

    Ich kann etwas beitragen, wem dieser Bahnhof gehört:

    Anfang 2006 geht die First Rail Property GmbH aus Frankfurt in Konkurs.Die Konkursmasse geht an ein deutsch-britisches Konsortium aus Patron Capital Ltd. London und Procom Invest & Co. Hamburg.

    nachstehend sind die verkauften Bahnhöfe benannt:

    http://privatisierungstoppen.deinebahn.de/download/bahnhofsverkauf.pdf

  4. Nehrling sagt:

    Und wie sieht es heute dort aus? Schlimmer als vor 10 Jahren. Der Bahnhof wurde verkauft und der Besitzer lässt ihn vergammeln. Das einst schöne Jugendstilgebäude.
    Wir, das Stadtforum, haben uns einst davor gestellt und für den Erhalt gekämpft, aber auf diese Weise wird er nicht erhalten!

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