Umdenken erforderlich – Beispiel Stendal

Anderorts wird laut darüber nachgedacht, was auch das Stadtforum Chemnitz schon lange vorschlägt: Dem Verbrauch beziehungsweise dem Versorgungsaufwand angepaßte Preissektoren der urbanen Infrastruktur, der Ver- und Entsorgung, die sich, entsprechend ansteigend, um die Kernstadt legen. Am Beispiel Stendal kann man diese Überlegungen, die im Einklang mit dem Rückbau der Randbereiche und Plattenbaugürtel stattfinden nachvollziehen. Die Verteuerung der Infrastruktur auf Grund des konzeptlosen Perforierungsprozesses in Chemnitz schlägt direkt auf jeden einzelnen Verbraucher durch. Der Bewohner im Stadtzentrum zahlt für aufwendige Spülmaßnahmen von überdimensionierten Entsorgungsleitungen der Stadtrandgebiete ebenso mit, wie für Straßenreinigung und Winterdienst in dünn besiedelten Bereichen zwischen den „Stadtteilkernen“. Gleichermaßen dem Bewohner der äußersten Stadtränder.

Anbei der aufschlussreiche Artikel aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 18.04.10.

Das Ende von Stendal-Süd (FAZ 18.04.10)

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Ein Kommentar zu Umdenken erforderlich – Beispiel Stendal

  1. rentier sagt:

    Die teilweise sehr ausgedünnten Versorgungsstränge für Wasser, Abwasser, Strom und Straßen verursachen an diesen leeren Stellen und den entlegenen Gegenden hohe Kosten. Auch die Fernheiztrassen verursachen riesige Wärmeverluste, die aber auf alle Mieter gleich umgelegt werden, ob sie in der Innenstadt wohnen oder am Rande. Die Stadtplanung tut seit Jahren so, als fördere sie die Konzentration in der Innenstadt, dabei werden z.Zt. wieder riesige Neubaugebiete am Stadtrand (Rabenstein) erschlossen. Also Wort und Tat stimmen hier kaum überein.

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