AUFRUF! – Rettung des Hauses Augustusburger Straße 102

Augustusburger Str 102

Das Stadtforum Chemnitz hat nach dem bekannt werden der Abrisspläne für das Haus Augustusburger Straße 102 einen Vorschlag zum Erhalt des Gebäudes vorgelegt, der von der Stadtverwaltung abgelehnt wurde. Bislang schien eine Vermarktung wegen der geringen Grundstücksgröße sowie der tangierenden Verkehrswege ausgeschlossen. Aus diesem Grund haben wir vorgeschlagen, das Gebäude im Eigentum der Stadt zu belassen und dieses zum “Haus der Vereine” umzunutzen. Wir glauben, das Gebäude Augustusburger Straße wäre ein geeigneter Standort, um Vereine mit Unterstützung der Stadt zum Betriebskostenanteil dort ansiedeln zu können. Die stadtbildprägende Funktion des Gebäudes wäre erhalten, eine Sicherung der Substanz durch die Nutzung gegeben.
Die markante Lage sowie die Art der architektonischen Erscheinung lässt einen Abriss nahezu paradox erscheinen. Diese bauliche Ikone stellt allein auf Grund seiner städtebaulichen Gestalt einen wichtigen Baustein des urbanen Raumes dar. Ein Abbruch würde die gesamte Kreuzungssituation auflösen, den bereits anschließenden „Unraum“ erweitern und eine schwer reparable Bresche in der stadtgestaltenden Struktur hinterlassen.

Wir bitten alle Menschen, denen die historisch überbrachte Baukultur unserer Vorväter etwas bedeutet, denen Stadtgestaltung etwas bedeutet und denen urbane Identität etwas bedeutet, ihr Ja für den Erhalt des Gebäudes zu bekunden und an unserer Unterschriftenaktion teilzunehmen.

Bitte dazu mit Vor- und Zunamen, und ggf. Titel in die Liste auf unserer Website www.stadtforum-chemnitz.de eintragen, oder einfach per Mail an zschopauer152@web.de senden oder per Post schicken. (Postadresse befindet sich im Impressum)

Wir danken allen Unterstützern schon im voraus.

Hie geht es zur Unterschriftenaktion

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6 Kommentare zu AUFRUF! – Rettung des Hauses Augustusburger Straße 102

  1. Hermann Hinweiser sagt:

    Liebes anonymes Statdforum,

    warum kaufen Sie das Haus nicht selbst und nutzen es um? Sie können es doch auch den Vereinen zur Verfügung stellen. Wäre ein gutes Beispiel für Bürgerschaftliches Engagement. Warum soll die Stadt Chemnitz bzw. der Chemnitzer Steuerzahler für Ihre Idee zahlen? Machen Sie es doch selber, wenn es so ein reges Interesse dafür gibt. Ich wünsche Ihnen jedenfalls vollen Erfolg. Vielleicht finden sich dann auch noch weitere bürgerschaftliche Initiativen, die auf die eigene Tatkraft vertrauen, etwas selbst anpacken und weitere Gebäude vor dem Abriss retten.

    Freundliche Grüße

    Hermann Hinweiser

  2. zschopauer152 sagt:

    Hallo Hermann, grundsätzlich ist Ihre Idee nicht von der Hand zu weisen. Es scheitert aber an folgenden Gegebenheiten:

    – die Stadt und die GGG verlangen für so ein Gebäude häufig wegen der Abrissförderung den zehn bis fünfzehnfachen marktüblichen Preis für so ein Haus!
    – das Stadtforum ist ein loser Zusammenschluss von Leuten und kein eV. und hat somit keine Kasse
    – trotz gutem bürgerlichem Interesse besteht der harte Kern, welche sich auch langfristig engagieren im Stadtforum nur aus einer Handvoll Leuten, habe leider nicht mal eben 30.000 Euronen übrig für so einen Kauf, ganz zu Schweigen von den Kosten die dann für die Sanierung anstehen

    Wenn aber jeder Chemnitzer 1€ spenden würde, käme man schon weit, da haben sie schon recht.

    Das Stadtforum ist übrigens nicht anonym, sie können uns jeden Monat beim Treffen kennenlernen, außerdem steht im Impressum eine Kontaktadresse. Viele Grüße

  3. Sandro sagt:

    Ach lieber Herrmann Hinweiser, die Chemnitzer finnanzieren bis heute Plattenbausanierungen div. Chemnitzer Wohnungsgesellschaften mit, in dem hier die Aufrechterhaltung von Straßen, Beleuchtung etc. an denen diese Gebäude stehen mitbezahlt werden müssen, warum sich nicht den Erhalt dieses schönen Gebäudes engagieren.

    PS: Haben Sie Mut, nennen Sie Ihren Namen.

  4. Frank sagt:

    Also erst mal vielen Dank für den regen Gedankenaustauch. Aber in erster Linie geht es bei dem Nutzungsvorschlag primär um den Erhalt eines wichtigen Kulturgutes und einer für die städtebauliche Erscheinung markanten und erforderlichen Bebauung. Der Gedanke an den Erhalt hat mit dem Gefühl und dem Empfinden für die räumliche Identität zu tun, mit dem Willen zu Gestaltung und das in erster Linie. Darauf folgt erst der pragmatische Hintergrung materieller Erschließung. Aus diesem Grunde fällt es natürlich unserer Argumentation schwer, gegen die mittlerweile in der Bevölkerung verwachsene Angst, oder nennen wir es Bedenken hinsichtlich der marktwirtschaftlichen Aspekte. Wir haben mit unserem Vorschlag versucht beides zu verbinden. Mittlerweile sind wir dem o.g. Vorschlag zum Kauf indirekt gefolgt, es gibt einen Interessenten, der unseren Vorschlag umsetzen möchte. Unsere Unterschriftenaktion hat die Bekundung zum Erhalt des Häuses unterstrichen – binnen weniger als 5 Tagen haben sich knapp 200 Menschen für das Gebäude stark gemacht. (die Liste wird nach beendigung der Aktion hier eingestellt)
    Vielen Dank nochmal für alle Anregungen und viele Grüße aus Chemnitz
    Frank Kotzerke

  5. zschopauer152 sagt:

    Herr Hinweiser, ein tragfähiges Nutzungskonzept besteht bereits, wenn das Haus zum Selbstkostenpreis (Grundsteuer, Versicherung, Betriebskosten) an Vereine übergeben wird, ähnlich wie es im Leipziger Wächterhauskonzept läuft. Kleine Reparaturen können von den Vereinen selbst vorgenommen werden. Es muss nicht immer eine Top-Sanierung sein. Wenn man ein paar engagierte Leute findet, sieht man, das Geld nicht immer die erste Rolle spielen muss. Der riesige Gewinn für die Stadt Chemnitz besteht darin, dass ein Stück unwiederbringliche Geschichte für die Nachwelt bewahrt wird, und nicht wie an der Zschopauer Str. 152, Scheffelstraße, Palmstraße etc etc. endgültig vernichtet wird. Das die gesichtslosen Lücken und Nachnutzungen das Stadtbild keinesfalls verbessern als eine unsanierte Fassade sieht man ja jetzt. Rein kaufmännisches Denken ohne ideelle Gesichtspunkte so wie sie es befürworten, hat Chemnitz zu dem gemacht, was es jetzt ist. Gute Nacht!

  6. K. Lehmann sagt:

    Wenn hier von „rumprobieren mit dem Geld anderer“ von Herrn Hinweiser (Name bekannt) gesprochen wird, dann sollte mal von den inzwischen 4 Rathausgebäuden gesprochen werden (3 neu und teuer gemietet).
    Sparen kann man dort. In dem betreffenden Haus saß jahrelang die Bauaufsicht und das Haus ist innen saniert worden. Auch deshalb wäre ein Abriss rausgeworfenes Geld. Inzwischen will es aber einer kaufen, alles weitere wird Herr Hinweiser sehen…

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