“Die Hoffnung stirbt zuletzt”- Titel unseres Heftes 1/16 STADTFORUM

“Die Hoffnung stirbt zuletzt”- Titel unseres Heftes 1/16 STADTFORUM

DER GROßE VIADUKT ÜBER DIE CHEMNITZ WIRD NICHT STERBEN, SONDERN SANIERT!

Seit dem 1.Juni 2018 ist es amtlich, dass das Eisenbahnbundesamt in Dresden entschieden hat, diese große schöne Brücke zu bewahren durch eine umfassende Sanierung. Für die Bürgerinitiative Stadtforum und den Verein “Viadukt e.V.” ist das ein bedeutender Erfolg!

Ab dem Jahre 2013, als die unmittelbaren Pläne der Bahn bekannt wurden, begannen wir und andere Bürgerinitiativen den fast aussichtslos scheinenden Kampf um die Erhaltung des Viaduktes. Es begann mit Treffen unter der Brücke, Einbeziehung von Fachleuten, Teilnahme an der Umweltschutzprüfung im EBA Dresden, Bürgerforen in der Annenschule mit der DB Netz, Veranstaltungen des Vereins “Viadukt” in der Morgner-Galerie und persönlichen Widersprüchen zum Bauverfahren in der Landesdirektion. Die Stimmung bei vielen Bürgern, Stadträten und in der Stadtverwaltung, die zuerst ablehnend oder passiv war, kippte allmählich ins Positive, nämlich ein genutztes, durch den Krieg kaum beschädigtes Denkmal unserer Industriegeschichte zu bewahren. Und so versuchte nun auch unsere OB, Frau Ludwig mit der Bahn ins Gespräch zu kommen, was nicht gelang. Ohne politische Einflussnahme von ganz “oben” wird das EBA nicht entschieden haben. Das heißt, Verkehrsminister, Bahnchef und die Landesregierung waren sicher beeindruckt vom Willen einer Stadt, hier ein Wahrzeichen erhalten zu wollen und überzeugt von der technischen Realisierbarkeit einer Sanierung. Auch die Denkmalschutzbehörden haben maßgeblich für den Erhalt gearbeitet.

Wir danken an dieser Stelle wirklich Allen, die aktiv oder passiv für diesen Erfolg gewirkt haben!

Wie  geht es aber weiter?

Man lese die Entscheidung genau durch. Sie besagt, dass nunmehr mit der “Modernisierung” des restlichen “Chemnitzer Bahnbogens” begonnen werden soll. Das wäre der Abriss der  Brückendenkmale Augustusburger Straße, Reichenhainer Straße/Südbahnhof, Stollberger Straße und Reichsstraße/Neefestraße/Bhf.Mitte und Brücken in moderner Form.

Wer jemals den Chemnitzer Bahnbogen mit seinen Brücken vor sich hatte, wird bemerken, dass es sich um ein einheitlich im Verfahren seiner Zeit hergestelltes Brückensystem handelt. Dabei hat jede Brücke ihre eigene Schönheit. Man kann also von einer Skulptur sprechen, an der nun bestimmte Teile “modernisiert” werden sollen. Das betrachten wir als nicht legitim und fordern eine Sanierung des ganzen Brückensystems!

Am 12. Juni ab 20Uhr findet unter der großen Brücke Beckerstraße abends die Feier des Erhaltes statt, zu der auch über den ganzen Bahnbogen gesprochen werden wird.

Foto: Stadtforum; G.R.

 

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert