Hohe Brücke Hartmannstraße- letztes Kapitel?

Derzeit versucht die Landesdirektion Chemnitz der Stadt zu erklären, wie ein Brückengeländer richtig auszusehen hat (Freie Presse v. 9.1.2012). Hier hat sie mal auf einen alt-erfahrenen Ingenieur gehört. Im Tiefbauamt hat man allerlei Ausflüchte. Es ist wohl das letzte Kapitel einer unsäglichen Saga um Brücke und  Hartmannstraße 16. Wenn nur damals die Landesdirektion versucht hätte, der Stadt zu beweisen, dass das Haus erhaltbar war, wenn etwas Engagement von dort zur Erhaltung eines städtebaulich wichtigen Gebäudes gekommen wäre- das wäre wahrhaft sinnvoll gewesen. Erfahrene Statiker hat es damals gegeben, die den Erhalt befürwortet hatten. Über die zusätzlichen Kosten infolge mangelhafter Planung spricht heute keiner mehr.

Kauf des Hauses nach Beschädigung, Abriss und monatelanger Bauverzug waren die Stationen. Das schöne Gründerzeithaus könnte noch stehen. Es hat dort eine besondere Bedeutung gehabt im Kontext zu den gegenüberliegenden Altbauten. Jetzt ist ein nichtssagender Blick auf Wohnbauten der 70-ziger Jahre freigegeben.

Aber nicht nur an dieser Brücke war die ungenügende Vorbereitung zu erkennen, an der Deutschen Bank hat man die Brücke gleich ganz vergessen nach der Aufdeckelung.

Wenn im Maschinenbau sich ein Facharbeiter  Fehler leisten würde, wäre seine Entlassung vorprogrammiert. Hier wurde keiner zur Verantwortung gezogen, weder die Vorbereitung in der Stadtverwaltung, das Planungsbüro und auch nicht der Baubetrieb.

 

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